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Plasmanadel könnte Zahnarztbohrer ersetzen vom 28.06.2006
Viele von uns würden einges machen, um dem Zahnarztbohrer zu entgehen. Eine glühende Plasmanadel im Mund mag nicht die erste Wahl sein, um eine konventionelle Zahnarztbehandlung zu vermeiden. Jedoch könnte die Plasmanadel, die kalt und schmerzlos ist, ein Patentrezept sein, auf das wir gewartet haben.
Die Entwicklerin der Nadel, Physikerin Eva Stoffels-Adamowicz von der Eindhoven University of Technology in den Niederlanden, meinte, mit der Plasmanadel könnten Zahnbehandlungen schmerzfrei verlaufen, auch zur schmerzlosen Entfernung von Krebsgeschwüren genutzt werden.
Stoffels-Adamowicz bekam die Idee für die Nadel, als sie im Vakuum mit Plasma arbeitete. Um mit dem Plasma am Patienten arbeiten zu können, entwickelten sie und ihre Kollegen eine Plasmanadel, die in der Luft funktioniert. Die Nadel ist ein 50mm langer Wolframdraht, der sich in einer Quarzröhre mit Gas befindet. Das atmosphärische Glühen wird in einem Helium-Luft-Gemisch durch hochfrequente Anregung erzeugt, dabei entsteht Stickoxidplasma. Stickoxide (NO) sind für ihre Fähigkeit Mikroorganismen zu vernichten bedeutsam.
Zeeya Merali, New Scientist
New Scientist
E Stoffels et al 2006 Plasma Sources Sci. Technol. 15 501-506
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